Der Supercup in Graz bildet den Startzuschuss zu einem dichten Wochenendprogramm in Österreichs Volleyballhallen. Denn auch die Herren nehmen ihren Ligabetrieb auf.
Austrian Volley League Men
Schon am Freitag (17:25 Uhr, live auf ORF Sport+) spielen der gastgebende Pokalsieger UVC Holding Graz und Meister TSV Raiffeisen Hartberg im Supercup um den ersten Titel der Saison. In der vergangenen Spielzeit hatten die Landeshauptstädter beide Liga-Duelle verloren, den aktuellen Supercup-Holder aus der Oststeiermark im Finale um den Austrian Volley Cup aber in fünf Sätzen niedergerungen.
Ihren AVL-Auftakt bestreiten die Grazer am Sonntag beim VCA Amstetten NÖ. Beide Mannschaften kommen aus einem Jahr mit Licht und Schatten. „Mit einer sehr jungen Mannschaft ohne Probleme den Klassenerhalt sichern“, gibt VCA-Klubchefin Sabrina Kreuziger dementsprechend die Zielsetzung aus.
Für die Hartberger erfolgt der Saisoneinstieg in die Austrian Volley League erst am Dienstag, dafür gleich mit dem Kracher gegen den SK Zadruga Aich/Dob. Die Bleiburger hatten in der abgelaufenen Spielzeit den Grunddurchgang gewonnen, ein mitunter verletzungsbedingter Leistungseinbruch warf sie jedoch im Halbfinale aus dem Titelrennen.
TSV-Obmann Manfried Schuller: „Mit dem Meistertitel in der Tasche gehen wir motiviert in die Saison. Den einen oder anderen Titel wollen wir auch heuer wieder holen, obwohl wir schon wissen, dass auch heuer wieder die Trauben sehr hoch hängen.“ Vorsichtiger äußert sich Aich/Dob-Sportdirektor Martin Micheu: „Nach dem unglücklicher Ende der letzten Saison mussten wir die gesamte Mannschaft umbauen und vor allem stark verjüngen. Wir wollen am Ende zumindest Top 4 sein. Und wenn alles gut verläuft, wäre eine Finalqualifikation ein sehr großer Erfolg.“
Zum Stolperstein der Kärntner wurde im Frühjahr der UVC McDonald’s Ried/Innkreis, der diesmal zum Ligastart bei den UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn antritt. Im Vorjahr konnten die Weinviertler zumindest in eigener Halle die Innviertler in ein Tiebreak zwingen. UNIONvolleys-Mittelblocker Florian Lučić: „Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht. Im ersten Spiel wollen wir zeigen, woran wir in der Vorbereitung gearbeitet haben, und als Team von Anfang an geschlossen auftreten.“
Im BSH Sportpark kommt es zur Begegnung zweier Viertelfinalisten der vergangenen Saison, wobei die VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt in allen vier Vergleichen mit TJ Sokol V/Post SV Wien den Kürzeren zogen. Diagonalangreifer Erik Kolev visiert mit den Kärntnern abermals die Playoffs an. „Alles, was besser ist, wäre ein Bonus.“ Indessen blickt Sokol/Post-Obmann Karl Hanzl über dieses Jahr hinaus: „Wir bauen die zukünftigen Meisterteams auf, verjüngen die Bundesligateams vor allem mit österreichischen Talenten und stärken den eigenen sportlichen Unterbau.“
Eingeleitet wird die AVL Men 2026/27 am Samstag. Nachdem man vor einem halben Jahr in die Relegation musste, geht die SPORTUNION z+p St. Pölten als Außenseiter ins Niederösterreich-Derby gegen die Union Raiffeisen Waldviertel. Die Nordmänner hatten im Kampf um Meisterschaftsbronze Aich/Dob bezwungen. „Wir sind jetzt das dritte Jahr in der ersten Liga und waren zweimal in der Relegation. Sind wir damit zufrieden? Natürlich nicht“, will der St. Pöltner Dioagonalangreider Andreas Fröhlich höher hinaus. „Diese Saison wird es das Playoff.“ Der Zwettler Manager Werner Hahn hat hingegen das Halbfinale wieder fix eingeplant: „Dann schauen wir, was rauskommt.“
Austrian Volley League Women
Mit dem VB NÖ Sokol/Post und den LINZ AG Steelvolleys treffen an diesem Wochenende die dominierenden Teams der letzten Spielzeit gleich zweimal aufeinander. Am Freitag in Graz matchen sich die AVL-Champions und die Pokalgewinnerinnen im Supercup (20:10 Uhr, live auf ORF ON bzw. 22:30 Uhr zeitversetzt auf ORF Sport+), zwei Tage später geht es in Kleinmünchen um Punkte in der Liga.
Linz-Trainer Radek Krpač hat die ersten zwei Spiele des Gegners intensiv analysiert: „Ihr Stammteam hat sich im Vergleich zur vergangenen Saison ähnlich stark wie unseres verändert. Beiden Teams sind einige Leistungsträgerinnen abhanden gekommen. Man wird sehen, wer die Abgänge besser kompensieren kann und gleichzeitig die Neuzugänge rascher ins Team integrieren konnte. Ich bin zuversichtlich gestimmt, dass beides für uns spricht.“
Teammanagerin Sophie Maass sieht im Supercup eine große Chance: „Es geht um einen von drei möglichen Saisontiteln. In einem Einzelspiel kann es schnell gehen und damit ist natürlich für beide Teams in beide Richtungen immer viel möglich. Insofern wird es ganz wichtig sein, die Chancen, die man bekommt, gut zu nützen und den Gegner mit vergebenen Gelegenheiten nicht stark zu machen. An Finalspiele in Graz haben wir als Verein eigentlich nur positive Erinnerungen (Cuptitel, Staatsmeistertitel, Anm.). Wir werden alles versuchen, damit am Freitag eine weitere dazukommt.“
Je zwei Partien stehen auch der UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn und SU Inzingvolley / VC Mils bevor. Beide Teams sind noch ohne Punkte, haben vor ihrem direkten Duell am Sonntag aber noch die Möglichkeit anzuschreiben.
Die Niederösterreicherinnen empfangen am Samstag die ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt, die Tirolerinnen müssen auf ihrem Weg ins Weinviertel noch bei der SPORTUNION z+p St. Pölten Halt machen.
Ein Steirerderby steigt in der Sporthalle Eisenerz, wo die ZPP Erzbergmadln Trofaiach-Eisenerz und der UVC Holding Graz jeweils ihre weißen Westen verteidigen wollen.
Der TSV Sparkasse Hartberg bittet den ASKÖ Volksbank Purgstall zum Schlagabtausch. Während die Steirerinnen mit Sieg und Niederlage in die AVL Women starteten, laufen die Mostviertlerinnen noch ihrem ersten Satzgewinn 2026/27 nach.
Austrian Volley League Women – 3. Spieltag
Samstag, 17. Oktober 2026
BG/BRG (Korneuburg)
UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn – ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt
16:30 Uhr
Sportzentrum NÖ (St. Pölten)
SPORTUNION z+p St. Pölten – SU Inzingvolley / VC Mils
16:30 Uhr
Hartberghalle (Hartberg)
TSV Sparkasse Hartberg – ASKÖ Volksbank Purgstall
19:00 Uhr
SH (Eisenerz)
ZPP Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz – UVC Holding Graz
19:30 Uhr
Sonntag, 18. Oktober 2026
SH (Hollabrunn)
UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn – SU Inzingvolley / VC Mils
14:00 Uhr
SMS Kleinmünchen (Linz)
LINZ AG Steelvolleys – VB NÖ Sokol/Post
17:00 Uhr
Austrian Volley League Men – 1. Spieltag
Samstag, 17. Oktober 2026
Sportzentrum NÖ (St. Pölten)
SPORTUNION z+p St. Pölten – Union Raiffeisen Waldviertel
19:00 Uhr
Sonntag, 18. Oktober 2026
SH (Hollabrunn)
UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn – UVC McDonald’s Ried/Innkreis
16:30 Uhr
Johann-Pölz-Halle (Amstetten)
VCA Amstetten NÖ – UVC Holding Graz
16:30 Uhr
BSH Sportpark (Klagenfurt)
VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt – TJ Sokol V/Post SV Wien
17:00 Uhr
Dienstag, 20. Oktober 2026
Hartberghalle (Hartberg)
TSV Raiffeisen Hartberg – SK Zadruga Aich/Dob
20:20 Uhr




















