Foto: Carina Müller /ÖVV
Zehn Teams bei Damen und Herren, ein unveränderter Ligamodus, ein neu aufgestellter Cup, internationale Regelanpassungen und neue digitale Angebote: Beim Austrian Volley Leagues Media Day im Großen Spiegelsaal des Haus des Sports in Wien wurde der Startschuss für die neue Saison der Austrian Volley League Women und Austrian Volley League Men gegeben. ÖVV-Präsident Gernot Leitner, ÖVV-Vizepräsident Bundesligen Frederick Laure und ÖVV-Generalsekretär Philipp Seel präsentierten gemeinsam mit Vereinsvertreterinnen und -vertretern sowie Spielerinnen und Spielern die wichtigsten Themen vor dem Saisonstart. Bei den Damen wird die AVL-Spielzeit bereits am Freitag, 2. Oktober, um 20:00 Uhr mit dem Duell zwischen den Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz und den ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt in Eisenerz eröffnet, bei den Herren fällt der Startschuss am 17. Oktober um 19:00 Uhr mit dem niederösterreichischen Duell zwischen der SPORTUNION z+p St. Pölten und der Union Raiffeisen Waldviertel.
Für ÖVV-Präsident Gernot Leitner steht die neue Saison auch im Zeichen der erfolgreichen Entwicklung des österreichischen Volleyballs. Besonders die CEV Trendyol EuroVolley 2026 der Frauen in Brünn habe gezeigt, dass das ÖVV-Damen-Nationalteam den Abstand zur europäischen Spitze deutlich verkürzt hat. Nach dem historischen ersten Satzgewinn gegen Griechenland und dem ersten EM-Punkt beim 2:3 gegen Bulgarien nach einer 2:0-Satzführung sieht Leitner die Entwicklung klar bestätigt. Österreich könne inzwischen auch gegen starke europäische Nationen mithalten. „Wir haben dieses Anschlussloch wesentlich verkürzt. Wir haben es noch nicht geschlossen, aber man kann wirklich sagen, dass wir jetzt bei den Nationen zwischen Platz 15 und 20 in Europa mittendrin dabei sind.“
Diese Entwicklung sei eng mit der Arbeit in den Vereinen verbunden. „Die Austrian Volley League Women und die Austrian Volley League Men sind für uns gleichwertige gemeinsame Prioritätenprojekte“, betont der ÖVV-Präsident. Besonders erfreulich sei, dass beide Bundesligen mit jeweils zehn Vereinen in die neue Saison gehen und nach dem gleichen Grundprinzip organisiert sind. Die tägliche Arbeit in den Klubs bilde die Grundlage für die Entwicklung der Spielerinnen und Spieler und damit auch für die internationalen Erfolge der Nationalteams.
Ligamodus bleibt unverändert – Cup wieder zusammengeführt
ÖVV-Vizepräsident Bundesligen Frederick Laure gab beim Media Day einen Überblick über die sportlichen Rahmenbedingungen der neuen Saison. In der 1. und 2. Bundesliga bleibt der Modus gegenüber der vergangenen Saison unverändert. In der AVL wird eine Hin- und Rückrunde gespielt, danach folgen die Playoffs mit Viertel-, Halb- und Finale.
Unterschiede gibt es lediglich bei der Anzahl der Spiele in den Playoff-Runden. Bei den Herren werden Viertel- und Halbfinale im Best-of-5-Modus ausgetragen, das Finale im Best-of-7. Bei den Damen wird das Viertelfinale im Best-of-3-Modus gespielt, Halbfinale und Finale im Best-of-5.
Eine Neuerung gibt es hingegen im Cup. Nach einem Jahr mit einem AVL1- und AVL2-Cup haben sich die Vereine für eine neuerliche Zusammenführung entschieden. Die Cupbewerbe werden damit wieder zu einem gemeinsamen Bewerb. Zunächst werden Vorrunden mit den Teams der 2. Bundesliga gespielt, die Vereine der 1. Bundesliga steigen abhängig vom Ergebnis des Vorjahres im Achtelfinale beziehungsweise Viertelfinale ein.
Auch bei den Regeln wurden Anpassungen vorgenommen. Der ÖVV orientiert sich dabei an den Vorgaben der FIVB. Die Positionskontrolle erfolgt künftig ab Beginn der Servicebewegung, geführte Angriffe sind nicht mehr erlaubt. Der Seitenwechsel findet nur noch nach dem zweiten Satz statt. Bei 13 bis 14 Spielerinnen und Spielern muss mindestens ein Libero nominiert werden, bei kleineren Kadern können 0, 1 oder 2 Liberos eingetragen werden.
Supercup erstmals in Graz
Der erste große Höhepunkt der neuen Saison steigt am 16. Oktober 2026, wenn im Raiffeisen Sportpark Graz die SUPERCUP FINALS in Szene gehen. Erstmals wird der Supercup in Graz ausgetragen.
Um 17:30 Uhr treffen bei den Herren Cupsieger UVC Holding Graz und Meister TSV Raiffeisen Hartberg aufeinander. Damit kommt es erstmals im Supercup der Herren zu einem rein steirischen Derby.
Um 20:15 Uhr folgt das Damenfinale zwischen Meister VB NÖ Sokol/Post und Cupsieger LINZ AG Steelvolleys. Die beiden Mannschaften standen einander bereits im vergangenen Jahr im Cupfinale gegenüber, das Linz für sich entscheiden konnte. In der Meisterschaft schieden die Steelvolleys anschließend im Halbfinale aus und beendeten die Saison auf Platz 4.
„Ich bin schon sehr gespannt auf das Derby zwischen Graz und Hartberg“, so Laure. Eine Prognose möchte er für beide Finalduelle nicht abgeben, sieht bei Damen und Herren aber jeweils den amtierenden Meister leicht im Vorteil.
Auch mit Blick auf die gesamte Liga erwartet Laure einen spannenden und ausgeglichenen Wettbewerb. „Das wir eine Super-Saison!" Bei den Herren sieht er Waldviertel, Aich/Dob und Meister Hartberg wieder ganz vorne. Gleichzeitig seien auch die übrigen Teams nicht zu unterschätzen und Überraschungen zu erwarten.
Bei den Damen sei, so Laure, eine Einschätzung schwieriger. Die Mannschaften dürften näher zusammengerückt sein, einen klaren Favoriten sieht Laure nicht. Linz, Erzbergmadln, Sokol und Graz erwartet er wieder stark, aber auch Wildcats und Hartberg seien nicht zu unterschätzen. Beim Aufsteiger Inzing sei eine Einschätzung derzeit noch schwierig. Grundsätzlich sieht Laure bei allen Teams Chancen auf Überraschungen.
Neue Angebote für die Volleyballfans
Neben den sportlichen Themen standen beim Media Day auch die Weiterentwicklung des Ligaangebots und der Fanservice im Mittelpunkt. ÖVV-Generalsekretär Philipp Seel präsentierte die Verlängerung und den Ausbau der Kooperationen mit ORF und LAOLA1 sowie einen neuen Ticketing- und App-Partner.
„Wir wollen Volleyball für unsere Fans noch einfacher zugänglich und erlebbarer machen – in der Halle genauso wie digital“, erklärt Seel.
Pünktlich zum Ligastart wird eine neue App mit zusätzlichen Funktionen verfügbar sein. Neben dem Ligaticketing und verbesserten Livestreams sollen erstmals auch Highlights und Zusammenfassungen unmittelbar nach Spielende zur Verfügung stehen. Die App soll damit zu einer zentralen digitalen Anlaufstelle für die Fans der Austrian Volley Leagues werden.
Die neue Saison bringt damit Kontinuität und Weiterentwicklung gleichermaßen: Der Ligamodus bleibt bestehen, der Cup kehrt zu einem gemeinsamen Bewerb zurück, internationale Regeländerungen werden übernommen und gleichzeitig werden die digitalen Angebote für die Fans ausgebaut. Mit zehn Teams bei Damen und Herren ist für die "Super-Saison" alles angerichtet.
Statements Spielerinnen:
Marie Lühle (ASKÖ Volksbank Purgstall, Mittelblock): „Ziel sind wieder die Playoffs. Wir haben, glaube ich, ganz gute Chancen, weil wir auch mehr Tiefe im Kader haben. Wenn wir unsere Leistungen aufs Feld bringen, können wir auch die Topteams ärgern.“
Marlene Renner (SPORTUNION z+p St. Pölten, Diagonalangriff): „Letzte Saison waren wir die Newcomer und hatten kaum Erfahrung. Wir kennen jetzt alle Mannschaften, dementsprechend wollen wir heuer auch mehr.“
Angelina Gstach (SU Inzigvolley / VC Mils, Mittelblock): „Uns ist klar, dass wir die Underdogs sind, möchten uns aber beweisen und zeigen, dass wir in die erste Liga gehören. Vor allem in der Defense werden wir ziemlich frech sein und dem Gegner Arbeit bereiten.“
Janine Vogl (UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn, Zuspiel): „Man will immer in der nächsten Saison besser sein als in der letzten. Alles, was darüber hinausgeht, ist Draufgabe. Wir sind heuer auf jeder Position doppelt besetzt.“
Lana Husanović (ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt, Mittelblock): „Die Mannschaft ist heuer breiter aufgestellt, die neuen Spielerinnen bringen frischen Wind. Wir wollen in die Top 4 und ins Cup-Finale.“
Daniela Katz (TSV Sparkasse Hartberg, Zuspiel): „Wir wollen ins Halbfinale. Ich glaube, das ist mit diesem Kader, der nur aus Österreicherinnen besteht, realistisch. Auch im Cup wollen wir im besten Fall ins Finale.“
Jana Gärtner (LINZ AG Steelvolleys, Mittelblock): „Letztes Jahr war nach dem verlorenen Halbfinale viel Frustration und Traurigkeit da. Aber unser Blick ist in die Zukunft gerichtet und wir hoffen, dass wir es dieses Jahr besser machen.“
Carina Goldberger (Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz, Mittelblock): „Dass wir seit ein paar Jahren den Grundkader halten können, ist etwas Besonderes und hilft uns sehr. Wir wollen weiter rauf. Dann schauen wir, was drinnen ist. Vor zwei Jahren waren wir Fünfte, letztes Jahr Dritte. Ich bin nicht die Beste in Mathe, aber dann folgt der erste Platz.“
Anna Oberhauser (UVC Holding Graz, Libera): „Die Liga wird heuer wild durchgemischt, weil es so viele Veränderungen gegeben hat. Es wird sehr spannend. Im Optimalfall schaffen wir es, im Cup eine Rund zu überstehen. Und wenn ich sage, wir wollen in der Liga nicht ins Finale, verkauft mich jeder für blöd.“
Tijana Knežević (VB NÖ Sokol/Post, Mittelblock): „Wir haben einen etwas jüngeren Kader, nichtsdestotrotz sind wir sehr motiviert. Dass wir die Favoritinnen sind, nehmen wir gerne an. Wir wollen den Staatsmeistertitel wiederholen und natürlich auch den Cup und Supercup gewinnen.“
Statements Spieler:
Michael Pfeiffer (UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn, Annahme/Außen): „Wir haben viele neue Leute, aber alle sind sehr motiviert. Unser Ziel wäre, die Großen zu ärgern und gegen alle anderen Punkte zu holen.“
Andreas Fröhlich (SPORTUNION z+p St. Pölten, Diagonalangriff): „Wir sind jetzt das dritte Jahr in der ersten Liga und waren zweimal in der Relegation. Sind wir damit zufrieden? Natürlich nicht. Diese Saison wird es das Playoff.“
Erik Kolev (VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt, Diagonalangriff): „Die letzte Saison war sehr gut. Als Ziel setzen wir uns wieder das Playoff. Alles, was besser ist, wäre ein Bonus.“
Arwin Kopschar (UVC Holding Graz, Diagonalangriff): „iWir wollen uns im Supercup den Titel holen. Das wird nicht leicht. Das Ziel in der Liga ist natürlich das Finale, aber zu Saisonbeginn ist es immer schwer zu sagen, wo man sich realistisch einordnen kann.“
Niklas Etlinger (VCA Amstetten NÖ, Annahme/Außen): „Wir haben mit diesem Kader in jedem Spiel eine Chance. Wenn wir uns schnall finden können, wird es gut passen. Amstteten hat eine Tradition, im Cup relativ erfolgreich zu sein. In der Liga ist Platz fünf bis sechs jedenfalls realistisch.“
Florian Weikert (TJ Sokol V/Post SV, Annahme/Außen): „Wir träumen jedes Jahr vom Halbfinale, das Ziel ist mit Platz drei hochgestochen. Auch wenn wir nicht mit dem fünften Platz nicht unzufrieden waren. Wenn wir uns am Ende der Saison in der oberen Tabellenhälfte finden, ist es ein Erfolg.“
Jonas Micheu (SK Zadruga Aich/Dob, Annahme/Außen): „Dass alle Topmannschaften auf dem etwa selben Niveau sind, gibt einen zusätzlichen Reiz. Wir haben sehr gute, junge Mannschaft. Es sind alles Teamspieler. Ich bin sehr positiv gestimmt und erhoffen uns mehr als im letzten Jahr.“
Niklas Stooß (Union Raiffeisen Waldviertel, Annahme/Außen): „Ich denke, dass unser Kader mit jungen vielsprechenden Talenten ist noch einmal besser geworden ist. Demnach ist der erste Platz das Ziel. Ich sehe viel Gutes für die nächsten Jahre.“
Markus Berger (UVC McDonald’s Ried/Innkreis, Annahme/Außen): „Wir haben heuer viel vor, bei uns ist der Weg das Ziel. Wenn wir hart arbeiten, kann mit unserer Mannschaftskultur alles möglich werden. Und wir wollen unserern Fans in der einzigen Volleyball-Halle Österreichs eine Show bieten.“
Maximilian Steinböck (TSV Raiffeisen Hartberg, Mittelblock): „Eine erfolgreiche Titelverteidigung ist wahrscheinlich noch schwerer, als einmal Meister zu werden. Wir haben jetzt das große Fadenkreuz auf unseren Rücken. Wir wären aber nicht wir, wenn wir uns dieser Aufgabe nicht stellen würden. Wir wollen auch den Cup holen, den wir so knapp verpasst haben.“
AVL-Start: Die Zielsetzungen aller Vereine sowie alle Zu- und Abgänge | ÖVV
Austrian Volley League Women – 1. Spieltag
Freitag, 2. Oktober 2026
SH (Eisenerz)
Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz – ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt
20:00 Uhr
Samstag, 3. Oktober 2026
SMS Kleinmünchen (Linz)
LINZ AG Steelvolleys – ASKÖ Volksbank Purgstall
19:00 Uhr
BG/BRG NÖ (Korneuburg)
UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn – TSV Sparkasse Hartberg
19:00 Uhr
Sportzentrum NÖ (St. Pölten)
SPORTUNION z+p St. Pölten – VB NÖ Sokol/Post
19:00 Uhr
Raiffeisen Sportpark (Graz)
UVC Holding Graz – SU Inzigvolley / VC Mils
19:00 Uhr
Austrian Volley League Men – 1. Spieltag
Samstag, 17. Oktober 2026
Sportzentrum NÖ (St. Pölten)
SPORTUNION z+p St. Pölten – Union Raiffeisen Waldviertel
19:00 Uhr
Sonntag, 18. Oktober 2026
SH (Hollabrunn)
UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn – UVC McDonald’s Ried/Innkreis
16:30 Uhr
Johann-Pölz-Halle (Amstetten)
VCA Amstetten NÖ – UVC Holding Graz
16:30 Uhr
BSH Sportpark (Klagenfurt)
VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt – TJ Sokol V/Post SV Wien
17:00 Uhr
Dienstag, 20. Oktober 2026
Hartberghalle (Hartberg)
TSV Raiffeisen Hartberg – SK Zadrga Aich/Dob
20:20 Uhr
Fakten zum Saisonstart:
- Titelverteidiger: VB NÖ Sokol/Post (Women), TSV Raiffeisen Hartberg (Men)
- Übertragungen: bis zu 30 ORF-Livespiele, rund 300 Spiele via LAOLA1-Livestream und Liveticker auf volleynet.at
- Cup-Titelverteidiger: LINZ AG Steelvolleys (Women) und UVC Holding Graz (Men)
Modus:
Grunddurchgang: jeder gegen jeden, Hin- und Rückrunde
Top 8: Meister-Playoff
Viertelfinale: 1.-8., 2.-7., 3.-6., 4.-5.; Frauen „Best of 3“, Männer „Best of 5“
Halbfinale: „Best of 5“
Finale: Männer „Best of 7“, Frauen „Best of 5“
SUPERCUP FINALS am 16. Oktober in Graz | ÖVV
Spielplan, Tabelle, Kader:
Austrian Volley League Men - Austrian Volley League | ÖVV
Austrian Volley League Women - Austrian Volley League | ÖVV





















