Am kommenden Wochenende startet die neue Saison der Austrian Volley Leagues (AVL)! Jeweils zehn Damen- und zehn Herren-Teams nehmen den Kampf um den Meistertitel auf. Die gleiche Anzahl von Damen- und Herren-Teams unterstreicht, dass der Österreichische Volleyballverbands (ÖVV) seinen Fokus auf Gender Equality legt – von den Ligen über die Nationalteams bis hin zum Beachvolleyball wird bei Damen wie Herren der gleiche Aufwand betrieben.
Fans können sich auf bis zu 30 ORF-Livespiele freuen, rund 300 Partien werden zusätzlich via LAOLA1-Livestream und im Liveticker auf volleynet.at übertragen.
Titelverteidigerinnen eröffnen in neuer Arena
Die Double-Gewinnerinnen von VB NÖ Sokol/Post empfangen in ihrem ersten Heimspiel in der neuen Sport Arena Wien die ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt. Erst am vergangenen Samstag krönten sich die Niederösterreicherinnen in der Stadtwerke-Hartberg-Halle mit einem klaren 3:0-Erfolg über die Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz auch zum Supercup-Sieger.
Herren: Vizemeister auswärts gefordert
Bei den Herren sorgt der Rückzug des Double-Siegers HYPO TIROL Volleyballteam für zusätzliche Spannung. TSV Raiffeisen Hartberg, Supercup-Gewinner nach einem 3:0 gegen Aich/Dob, startet auswärts bei SPORTUNION z+p St. Pölten.
ÖVV-Präsident Leitner: „Spannend, ausgeglichen“
Groß ist die Vorfreude von ÖVV-Präsident Gernot Leitner auf die am Samstag startende Austria Volley League: „Nachdem Hypo Tirol weg ist, wird es sicher spannend, wer sich heuer die Krone holt. Auch bei den Damen gibt es ein ausgeglichenes Feld. Wir haben gute Vereine, ein gutes Setup, gute Hallen. Ich glaube, dass die Ligen kontinuierlich wachsen.“
Auch der für die Bundesligen verantwortliche Vizepräsident Frederick Laure geht von einem interessanten Titelrennen bei den Männern aus. „Die Hartberger werden nach dem Supercup in der Rolle der Gejagten sein. Aber mit Aich/Dob, Waldviertel, Ried, Amstetten und Geheimtipp Sokol traue ich mich nicht, eine Schätzung abzugeben.“ Bei den Damen erkennt Laure ein klareres Bild. „Sokol/Post sind die Favoritinnen. Dahinter sehe ich Graz, Linz und die Erzbergmadln als heiße Kandidatinnen auf einen Platz im Halbfinale. Aber auch die Aufsteiger haben sich verstärkt.“
Dass die Linzer Damen und die Herren von Aich/Dob und Waldviertel erst später in die AVL einsteigen, hat mit dem internationalen Transferfenster zu tun, wie der ÖVV-Vize erklärt. „Diesmal gab es nach 20 Jahren keine Ausnahmegenehmigung.“ Jene 24 Akteurinnen und Akteure, die auf der Longlist der bei der EM spielberechtigten Nationalteams stehen, müssten warten, was in Österreich die drei erwähnten Vereine betrifft.
300 Spiele im Livestream von Laola1, 30 Partien im ORF
Übertragen werden alle 300 Spiele wie gewohnt im Livestream von Laola1, on top gibt es rund 30 Partien auf den Kanälen des ORF. „Wir kommen ins vierte Jahr unserer Medienpartnerschaft“, sagt Philipp Seel, Generalsekretär des Österreichischen Volleyballverbandes. „Es laufen bereits die Gespräche, wie es nächste Saison weitergehen soll.“ Über die Social-Media-Auftritte der Damen- und Herrenliga könne man zudem versäumte Spiele nachsehen. Und für diejenigen, die sich aktiv als Volleyball-Manager:innen betätigen wollen, werde abermals das Fantasy Volleyball angeboten.
Leitner bezüglich Entwicklung der Nationalteams höchst zuversichtlich
ÖVV-Präsident Gernot Leitner, der soeben von der Volleyball-Weltmeisterschaft der Männer auf den Philippinen zurückgekehrt ist, gab sich im Rahmen des „Austrian Volley League Media Days“ am Mittwoch im Großen Spiegelsaal des Haus des Sports in Wien mit der Entwicklung der österreichischen Herren-Nationalmannschaft zuversichtlich. „Man hat gesehen, dass wir nicht so weit weg sind. Wir haben im August ein Topspiel gegen Belgien geliefert. Und die gleiche Mannschaft hat bei der WM den noch amtierenden Weltmeister Italien geschlagen. Daran erkennt man, dass wir bei den Herren ein sehr kompetitives Team haben.“
Dass die Truppe von Headcoach Radovan Gačič die Qualifikation für die Europameisterschaft dennoch hauchdünn verpasste, stuft ÖVV-Generalsekretär Philipp Seel als kleinen Dämpfer ein. „Da ging es nur um ein paar Punkte im Vergleich zu den anderen Gruppen. Aber wir sind zu hundert Prozent überzeugt, dass da eine Goldene Generationen mit vielen jungen Wilden und einigen Arrivierten heranwächst.“
Erfolgreiche Damen-EM-Qualifikation ist „Riesenimpuls“
Die Damen sind wiederum erstmals bei der Endrunde vertreten. „Das ist ein Riesenimpuls“, so Leitner. „Wir spielen jetzt viel öfter gegen Topnationen, dadurch wächst das Team.“ Seel sieht auch den vor acht Jahren vom Verband eingeschlagenen Weg der absoluten Geschlechtergleichstellung bestätigt. „Uns geht es immer darum, Testimonials und Vorbilder für die Kinder und Jugendlichen aufzubauen. Wir haben die Philosophie, gleiche Aufwände, gleiche Programme und gleiche Tagsätze für Damen und Herren. Wir sehen jetzt, dass auch bei den Damen Volleyballprofi im Ausland zu werden, eine reale Perspektive ist.“
Vereine an Kapazitätsgrenzen
Probleme ortet der Generalsekretär an anderer Stelle: „ Es wird in den Klubs extrem viel gearbeitet, um Nachwuchs zu rekrutieren und wir versuchen, die Vereine über Förderprogramme finanziell zu unterstützen. Wir hören aber auch, dass die Vereine an die Kapazitätsgrenzen stoßen. Da gibt’s zwei große Faktoren: Einen Mangel an Infrastruktur und an Trainerinnen und Trainern.“
Ein positives Beispiel sei etwa die neueröffnete Sportarena Wien, in der nun VB NÖ Sokol/Post das erste Heimspiel austragen wird. „Es gibt auch Initiativen wie die Ausrollung der täglichen Bewegungseinheit. Aber es muss übergeordnet noch mehr angegangen werden, damit sich nachhaltig etwas bessert. Andere Länder sind schon wesentlich weiter.“ Um dem Berufsbild des Trainers, der Trainerin in Österreich ein ähnliches Standing zu geben wie in erfolgreichen Sportnationen, setzt man ebenfalls Aktivitäten, so wird etwa ein eigener, angestellter Ausbildungsreferent beschäftigt.
Die rot-weiß-rote Nachwuchsarbeit sei dennoch sehr gut und in ganz Europa angesehen, wie ÖVV-Vize Frederick Laure nicht nur angesichts des Wechsels von Hartberg-Supertalent Lukas Glatz in die italienische SuperLega hervorkehrt. „Auch Paul Buchegger hat in Österreich das Volleyballspielen erlernt und ist jetzt einer der besten Angreifer in Italien. Wie auch Alex Berger. Sie stellen im Nationalteam einen großen Faktor dar und füllen eine Vorbildfunktion aus.“ Im Beachvolleyball seien ähnliche Resultate zu vernehmen. „Die Talente, die in den Top 10 und Top 16 der Welt spielen, sind alle in Österreich ausgebildet worden.“
Das war der „Austrian Volley Leagues Media Day“ im ORF
AVL Women: Die PK-Stimmen zum Saisonauftakt
AVL Men: Die PK-Stimmen zum Saisonauftakt
1. Runde AVL Women (Samstag, 4. Oktober):
- Sport Arena Wien: VB NÖ Sokol/Post – ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt, 16:30
- SPORTUNION z+p St. Pölten – TSV Sparkasse Hartberg, 16:30 (Sportzentrum NÖ)
- ASKÖ Volksbank Purgstall – PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg, 19:00 (SH Purgstall/Erlauf)
- UVC Holding Graz – UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn, 20:00 (Raiffeisen Sportpark Graz)
1. Runde AVL Men (Samstag, 4. Oktober):
- VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt – VCA Amstetten NÖ, 17:00 (BSH Sportpark Klagenfurt)
- UVC Holding Graz – UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn, 17:30 (Raiffeisen Sportpark Graz)
- SPORTUNION z+p St. Pölten – TSV Raiffeisen Hartberg, 19:00 (Sportzentrum NÖ)
Fakten zum Saisonstart:
- Titelverteidiger: VB NÖ Sokol/Post (Women), HYPO TIROL Volleyballteam (Men, Rückzug)
- Übertragungen: bis zu 30 ORF-Livespiele, rund 300 Spiele via LAOLA1-Livestream und Liveticker auf volleynet.at
- Letzte Meister:
- Männer: 2021 UVC Holding Graz, 2022 URW Waldviertel, 2023 & 2024 & 2025 HYPO TIROL
- Frauen: 2021 & 2022 & 2023 Steelvolleys Linz-Steg, 2024 TI-axess-volley, 2025 VB NÖ Sokol/Post
- Cup-Titelverteidiger: VB NÖ Sokol/Post (Women) und HYPO TIROL
Modus:
Grunddurchgang: jeder gegen jeden, Hin- und Rückrunde
Top 8: Meister-Playoff
Viertelfinale: 1.-8., 2.-7., 3.-6., 4.-5.; Frauen „Best of 3“, Männer „Best of 5“
Halbfinale: „Best of 5“
Finale: Männer „Best of 7“, Frauen „Best of 5“
Zugänge, Abgänge, Vereinsziele mit Statements:







































