Spannung in den Austrian Volley Leagues! Während bei den Damen die LINZ AG Steelvolleys ihre Führungsposition souverän untermauerten und die Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz mit einem weiteren Coup zu den Topteams aufschlossen, kam es bei den Herren zu einem echten Paukenschlag: Tabellenführer TSV Raiffeisen Hartberg stolperte überraschend in Klagenfurt, wodurch SK Zadruga Aich/Dob nun punktegleich mit Hartberg ist.
Schon in ihrem ersten Saisonspiel der Austrian Volley League Women sorgten die Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz mit einem 3:2 gegen die Titelverteidigerinnen von VB NÖ Sokol/Post für eine Überraschung. Entsprechend selbstbewusst reisten die Steirerinnen nach Wien – mit dem klaren Ziel, die Sensation am Samstag zu wiederholen. Und genau das gelang ihnen eindrucksvoll.
Die Erzbergmadln setzten sich diesmal sogar mit 3:1 (25:20, 18:25, 25:11, 25:21) durch und fügten den Wienerinnen eine bittere Heimniederlage zu. Während Sokol/Post mit einem Sieg an der Tabellenspitze drangeblieben wäre, zogen die Steirerinnen nun punktemäßig (je 24) mit den Triple-Gewinnerinnen gleich und sind Vierte. Schon im ersten Satz präsentierten sich die Erzbergmadln in bestechender Form. Alle Elemente griffen ineinander, insbesondere in der Verteidigung waren sie den Gastgeberinnen deutlich überlegen. Auch nach dem Satzausgleich ließen sich die Steirerinnen nicht aus dem Konzept bringen und dominierten den dritten Durchgang klar. Als Schlüsselspielerin erwies sich Diagonalangreiferin Iva Papač, die für ihre starke Leistung auch zur MVP gewählt wurde: „Wir sind unglaublich froh, dass wir unsere Trainingsleistung abrufen konnten und die Basics konsequent aufs Spielfeld gebracht haben. Es macht einfach Spaß, in diesem Team zu spielen – und das sieht man auch im Spiel“, so Papač nach der Partie.
Ihrer Favoritenrolle gerecht wurden die LINZ AG Steelvolleys. Sie setzten sich zum Auftakt einer intensiven Woche klar mit 3:0 gegen die PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg durch, gewannen 25:14, 25:16, 25:20 und untermauerten ihre Tabellenführung (30 Punkte). PSV-Trainerin Ingrida Schweiger: „Linz hat sich als verdienter Tabellenführer präsentiert und uns kaum Chancen gelassen. Diese Niederlage müssen wir schnell abhaken und den Fokus auf die wichtigeren Aufgaben richten.“ Die Oberösterreicherinnen unterstrichen damit einmal mehr ihre starke Form: Erst einmal mussten die Steelvolleys in dieser Saison als Verliererinnen vom Court gehen. Gegen Salzburg bestritten sie die erste von drei Partien innerhalb von acht Tagen. Zwar war das Hinrundenduell in Rif enger verlaufen, als es das damalige 3:0-Ergebnis vermuten ließ, diesmal ließ Linz jedoch von Beginn an keinen Zweifel an der eigenen Überlegenheit aufkommen. Als Topscorerin des Abends glänzte erneut eine der Top-Scharfschützinnen der Liga: Lucia Herdová erzielte 17 Punkte, hält nun bei insgesamt 216 Zählern (5,68/Satz) und führte ihr Team souverän zum Sieg. Zur MVP wurde Carmen Raab gewählt, die als Diagonalangreiferin mit einer starken Gesamtleistung überzeugte.
Nachwuchsspielerin Nina Pohlhammer feierte nach zweimonatiger Krankheitspause ihr Comeback im Linzer Damenteam. Unterstützt wurde sie von der ebenfalls erst 18-jährigen Mittelblockerin Pia Schuster. Coach Jakub Brecka nutzte die Gelegenheit, um die beiden etatmäßigen Mittelblockerinnen Jana Gärtner und Veronika Jandova für die kommenden beiden Partien zu schonen. Brecka: „Wir haben heute sehr souverän agiert und Salzburg nicht ins Spiel kommen lassen. In allen drei Sätzen konnten wir uns trotz der sehr jungen Formation am Feld teils große Vorsprünge herausspielen. Das hat die Sache natürlich deutlich erleichtert.“ Nach dem neunten Sieg in Folge führen die Linzerinnen weiterhin vor Graz. Am kommenden Samstag treffen beide Teams in der Steiermark aufeinander. Bereits ein Punktgewinn (2:3) würde den LINZ AG Steelvolleys genügen, um sich die Winterkrone in der AVL Women zu sichern. Vor dem Spitzenspiel reist das Team am Mittwoch nach Hartberg: Das Cup-¼-Finale wurde auf Wunsch der Steirerinnen vom Sonntag, 21. Dezember, auf den kommenden Mittwoch vorverlegt.
Der Tabellenzweite UVC Holding Graz setzte sich in einem spannenden Duell gegen die ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt mit 3:1 durch (25:18, 25:15, 21:25, 25:22). MVP und Topscorerin des Spiels wurde Maya Elise Jensterle von Graz, die mit 28 Punkten entscheidend zum Sieg ihres Teams beitrug. Bei den Wildcats sorgte Oluwadamilola Awojobi für 16 Punkte, damit führt sie die Riege der Topscorerinnen der Liga mit 225 Zählern (5/Satz) an. Die Grazerinnen halten nun bei 28 Punkten – 2 weniger als der Leader aus Linz.
In einer weiteren Begegnung musste sich die ASKÖ Volksbank Purgstall knapp TSV Sparkasse Hartberg geschlagen geben, verlor mit 2:3 (25:21, 25:21, 20:25, 24:26, 11:15). Für Purgstall wäre ein voller Erfolg gegen die Steirerinnen, die heuer wechselhaft agieren, beinahe Pflicht gewesen, um sich im Tabellenmittelfeld abzusichern. MVP wurde Hartberg-Außenangreiferin Madison Catherine Chimienti, während Kristīne Teivāne mit 29 Punkten die Topscorerin der Partie und der Purgstallerinnen war. Hartbergs Libera Martina Weiß betonte nach dem Spiel, dass die Partie ihrem Team viel Disziplin abverlangt habe. Man sei stolz, trotz des starken Auftritts der Gegnerinnen nach dem 0:2-Rückstand wieder zurückgekommen zu sein. Purgstall-Kapitänin Simone Sailer fasste das Ergebnis knapp zusammen: „Bittere Niederlage.“
Austrian Volley League Men
Eine große Überraschung gelang den VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt in der AVL Men. Der Nachzügler feierte am Samstag in der 11. Runde in eigener Halle seinen zweiten Saisonsieg – und das ausgerechnet gegen Tabellenführer TSV Raiffeisen Hartberg! Die Partie endete 3:2 (25:20, 13:25, 25:20, 21:25, 16:14). Topscorer des Spiels wurde Klagenfurt-Außenangreifer Elias Benedikt Holzinger mit 24 Punkten, während Leonardo Plaza Gandini, der das Spiel der Kärntner als Zuspieler diesmal ausgezeichnet dirigierte, zum MVP gewählt wurde. WSL-Managerin Karin Frühbauer zeigte sich hochzufrieden: „Wir haben heute mit ganz anderer Power gespielt. Hartberg wollte Spieler schonen, das hat man gemerkt – wir waren aber von Beginn an präsent. Das war ein ganz anderes Auftreten als zuletzt. Man muss wirklich alle hervorheben. Unser Zuspieler hat heute die Erwartungen voll erfüllt.“
Der SK Zadruga Aich/Dob wiederum hat seinem erfolgreichen Europacup-Auftritt eindrucksvoll einen weiteren Sieg folgen lassen. Nach dem Auswärtserfolg gegen Finnlands Meister Akaa-Volley gelang den Kärntnern auch in der Liga ein 3:0-Auswärtssieg bei TJ Sokol V/Post SV Wien: 25:22, 25:22, 25:18. Mit diesem Erfolg zog Aich/Dob mit Tabellenführer TSV Raiffeisen Hartberg gleich, der ja in Klagenfurt eine 2:3-Niederlage hinnehmen musste. Beide Teams halten nun bei 27 Punkten. Luan Weber, Diagonalspieler der Kärntner, wurde zum MVP gewählt. Aich/Dob-Sportdirektor Martin Micheu: „Wir waren müde, waren seit Finnland nicht zu Hause, trotzdem bin ich hochzufrieden, dass wir gegen einen starken Gegner ein 3:0 holen konnten. Jetzt sind wir punktegleich mit Hartberg – das hätten wir so heute nicht erwartet, freut uns aber natürlich sehr.“ Am Mittwoch, 19 Uhr, sind die Kärntner daheim in der MEVZA im Einsatz, empfangen OK Budva. Aich/Dob führt die MEVZA-Tabelle mit 3 Siegen aus 3 Spielen an.
Der UVC Holding Graz musste eine Heimniederlage gegen Union Raiffeisen Waldviertel einstecken. Die Niederösterreicher behielten mit 3:0 (25:22, 25:22, 25:16) die Oberhand und festigten damit ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte (Rang 3 / 22 Punkte). Die letzte Niederlage kassierten die Grazer ebenfalls gegen Waldviertel in Zwettl. Als herausragender Spieler des Abends wurde Waldviertels Paul Nusterer ausgezeichnet, der mit 18 Punkten auch Topscorer der Partie war. Graz-Außenangreifer Arwin Kopschar erzielte 13 Punkte. Mit insgesamt 184 Punkten und einem Schnitt von 4,28 Punkten pro Satz ist Kopschar aktuell der beste Scorer der AVL Men.
Der Vergleich zwischen UVC McDonald’s Ried/Innkreis und dem VCA Amstetten NÖ war eine Art Krisengipfel, hatten doch beide Mannschaften in den vergangenen Wochen deutlich an Momentum verloren. Während die Oberösterreicher aus ihren letzten drei Partien lediglich zwei Punkte holen konnten, erlebten die Niederösterreicher einen regelrechten Absturz von der Ligaspitze ins Tabellenniemandsland. Ried fand am Samstag jedoch eindrucksvoll zurück zu einem „Dreipunkter“, gewann 25:16, 25:22, 25:20 und war vor allem am Block überlegen (18:5). „Das war heute ein wichtiger Heimsieg. Die Sätze waren lange Zeit ausgeglichen, umso wichtiger war es, dass wir uns jeweils zur Satzmitte absetzen konnten. Die Stimmung in der Halle war wieder sehr gut, das pusht die Jungs am Feld zusätzlich. Ausschlaggebend war vor allem unsere Disziplin am Block sowie ein reiferer und cleverer Auftritt im Angriff im Vergleich zu den Niederösterreichern“, fasste Ried-Co-Trainer Felix Breit die Partie zusammen. Als MVP wurde Filip Palgut ausgezeichnet, der als Zuspieler hervorragend dirigierte. Topscorer des Spiels war Daniel Sulista – ebenfalls von Ried – mit 16 Punkten.
Austrian Volley League Women – Runde 11
Sonntag, 14. Dezember 2025
Sportzentrum NÖ (St. Pölten)
SPORTUNION z+p St. Pölten – UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn
18:00 Uhr
Austrian Volley League Men – Runde 11
Sonntag, 14. Dezember 2025
Sportzentrum NÖ (St. Pölten)
SPORTUNION z+p St. Pölten – UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn
15:30 Uhr
Austrian Volley League Women – alle Ergebnisse, Spiele, Teams und Stats
Austrian Volley League Men – alle Ergebnisse, Spiele, Teams und Stats
2. Bundesliga Herren – ÖVV – Österreichischer Volleyballverband
2. Bundesliga Damen – ÖVV – Österreichischer Volleyballverband
PM/RED