In einigen internationalen Damenligen erfolgte am vergangenen Wochenende der Startschuss in die neue Saison. Darunter auch die italienische A1 und die französische LNV. Dana Schmit und Kora Schaberl sind dort weiter tätig und eröffneten die Saison mit Siegen. Für Victoria Deisl geht es in Serbien am kommenden Wochenende los, während es für Nina Nesimovic in Griechenland erst am 17. Oktober ernst wird.
Schmit: "Sieg in dieser Höhe war unerwartet"
Die ÖVV-Zuspielerin läuft in dieser Saison für Cda Volley Talmassons Fvg in der A1 auf. Das Auftaktmatch gegen Brescia verlief ganz nach Wunsch. Die Gastgeberinnen blieben in allen drei Sätzen unter der 20-Punkte-Marke. Schmit zum wichtigen Auftaktsieg: "Diese drei Punkte können am Ende noch ganz wichtig sein. Das war das mit Abstand stabilste Spiel von uns, seit ich beim Klub bin. Noch dazu haben wir aktuell noch ein paar Verletzungsprobleme."
Obwohl Schmit im ersten Spiel nicht zum Einsatz kam, fühlt sie sich bei ihrem neuen Verein bislang sehr wohl: "Ich finde den Trainer und den Verein richtig cool. Als Aufsteiger wird es für uns dennoch eine richtig harte Saison. Viele der Spielerinnen stehen aber schon länger gemeinsam am Feld. Das kann vor allem bei Heimspielen ein richtiger Vorteil für uns werden."
Am kommenden Wochenende trifft Cda Volley Talmassons Fvg auf Cuneo. Wenige Tage später folgt das Duell mit dem amtierenden Meister Conegliano.
Deisl: "Können als Underdog für Überraschungen sorgen"
Nach einer Saison in der tschechischen Extraliga hat Victoria Deisl im Sommer beim serbischen Team ŽOK Napredak 037 unterschrieben. Der Verein spielt erstmals in der höchsten Spielklasse. Deisl ist mit 26 Jahren die zweitälteste Spielerin im Team. "Wir sind mit einer Ausnahme eher ein junges Team. Nach einer 38-jährigen Außenangreiferin komme schon ich. Dennoch sehe ich viel Potential. Jede einzelne Spielerin ist höchst motiviert und voll bereit zu arbeiten."
Die serbische Liga startet am kommenden Wochenende. Napredak trifft im Auftaktspiel auf Partizan Belgrad. Deisl zeigt sich optimistisch: "Die Vorfreude ist riesig. Es war eine lange und harte, aber sehr produktive Vorbereitung. Obwohl wir die Underdogs sind, bin ich mir sicher, dass wir für einige Überraschungen sorgen können."
Weitere Gegner in den ersten Spielrunden sind Tent Obrenovac und Zeleznicar. Neben der Meisterschaft steht kommende Woche auch bereis das erste Cupmatch am Programm.
Schaberl: "Sieg an meinen Geburtstag war doppelt schön"
Kora Schaberl spielt auch in dieser Saison für Chamalières. Der Start in ihre zweite Saison in der höchsten französischen Spielklasse endete am vergangenen Samstag mit einem Happy End. In einem umkämpften Match ging Chamalières gegen St-Dié zweimal in Führung, musste aber beide Male den Satzausgleich hinnehmen. Im Tie-Break behielt Chamalières knapp die Oberhand und gewann mit 16:14. "Da wir dieses Jahr keine Vorbereitungsspiele hatten, war unser Saisonauftakt gleichzeitig auch unser erstes richtiges Spiel als neue Mannschaft – und dementsprechend war einiges dabei. Wir hatten Höhen und Tiefen, konnten die Partie am Ende aber mit 3:2 für uns entscheiden. Lustigerweise fiel das Season Opening auch noch auf meinen Geburtstag, deshalb war der Sieg für mich natürlich doppelt schön. Vor allem war es aber wichtig für uns, mit einem Erfolgserlebnis in die neue Saison zu starten", schildert die Angreiferin die Begleitumstände des Auftaktmatches.
Die Steirerin war mit 14 Punkten zweitbeste Scorerin ihres Teams. Das, obwohl ihr Einsatz bis zuletzt fraglich war: "Ich habe die Nachwirkungen des langen EM-Sommers körperlich schon ziemlich gespürt und deshalb versucht, es im letzten Monat etwas ruhiger angehen zu lassen. Gleichzeitig hatte ich immer wieder mit meiner Wade und ein paar anderen kleineren körperlichen Problemen zu kämpfen. Mit der Unterstützung unseres medizinischen Staffs haben wir das aber zum Glück gut in den Griff bekommen, sodass ich beim ersten Saisonspiel auf dem Feld stehen konnte."
Die nächsten Matches bringen Duelle mit Bordeaux Mérignac und Mulhouse. Schaberl blickt den kommenden Spielen zuversichtlich entgegen: "Ich bin guter Dinge, dass wir uns von Spiel zu Spiel noch besser einspielen und unseren Rhythmus als Mannschaft finden werden. Ich freue mich schon sehr auf die beiden Spiele und darauf zu sehen, wie wir uns als Team weiterentwickeln."
Mit dem neu-formierten Kader zeigt sich Schaberl zufrieden: "Bei uns hat sich im Vergleich zur letzten Saison einiges verändert und wir hatten viele Wechsel im Team. Ich bin aber super happy mit der Mannschaft, die wir heuer beisammenhaben. Die Energie stimmt auf jeden Fall und ich glaube, dass sehr viel Potenzial in diesem Team steckt."
Nesimovic zurück an der Ägäis
Im Gegensatz zu ihren ÖVV-Teamkolleginnen muss sich Nina Nesimovic noch eine weitere Woche gedulden. Die griechische Liga beginnt erst am 17. Oktober. Die Steirerin spielt zum zweiten Mal in ihrer Karriere für Aris Thessaloniki. Mit 30 Jahren ist sie ebenfalls die zweitälteste Spielerin in ihrem Team. Bislang läuft es gut: "Ich bin jetzt schon in meiner dritten Woche hier und fühle mich wirklich sehr gut. Wir haben ein junges Team mit viel Potenzial und einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen, auch einige, die bei der EM dabei waren. Wir arbeiten noch am Feinschliff und unserem System, haben schon ein paar Testspiele gemacht und jetzt noch ein Spiel gegen PAOK, wo wir nochmal schauen können, wo wir stehen."
Im Auftaktmatch bekommt es Aris mit Markopouli zu tun. Danach geht es im Wochentakt gegen Thira und ASP Thetis weiter. "Das sollte ein Gegner auf Augenhöhe sein. Ich bin auf jeden Fall sehr positiv gestimmt und freue mich mega auf die Saison. Gerade weil ich die Halle und die Liga schon kenne, fühlt es sich richtig gut an, wieder hier zu sein."
Übersicht ÖVV-Legionärinnen 2026/2027
Damen Victoria Deisl – ŽOK Napredak 037 (SRB), Nina Nesimovic –Aris Thessaloniki (GRE), Maja Nöhrer - Borken (GER), Kora Schaberl – Volley-Ball Club Chamalières (FRA), Dana Schmit – CDA Volley Talmassons FVG (ITA)
Herren Alexander Berger – PAOK Thessaloniki (GRE), Paul Buchegger – Verona (ITA), Michael Czerwiński – Narbonne (FRA), Robert Gavan - Napoli (ITA2), Lukas Glatz – Verona (ITA), Mathäus Jurkovics – Le Plessis-Robinson Volley-Ball (FRA), Jacob Kitzinger – Dinamo Bucaresti (ROU), Paul Nusterer - SWD Powervolleys Düren (GER), Benedikt Sablatnig – Lindemans Aalst (BEL), Sebastian Sablatnig - ACH Volley Ljubljana (SLO), Peter Wohlfahrtstätter – Benfica Lissabon (POR)




















