Dieser Sonntag war ein Tag, den Österreichs Volleyballnationalteam der Damen wohl nie vergessen wird: Zum ersten Mal überhaupt qualifizierte sich Rotweißrot über eine Qualifikation für eine Europameisterschaft. Mit dem 3:0-Heimsieg gegen Nordmazedonien am Samstag in Hartberg und der Schützenhilfe der Schweiz (2:3 gegen Finnland) am Sonntag wurde das Ticket für die CEV EuroVolley 2026 fixiert – über ein halbes Jahrhundert nach der letzten EM-Teilnahme 1971.
„Die Freude ist riesengroß. 2016 habe ich die erste Quali gespielt – das war vor neun Jahren! Dass wir es jetzt geschafft haben, ist für mich die Erfüllung eines großen Traums“, sagte Zuspielerin Dana Schmit und betonte: „Ich bin sehr stolz auf das Team. Eine Qualifikation über zwei Jahre zu spielen, ist wirklich nicht leicht. Vor allem, wenn man sich unseren dynamischen Kader ansieht. Wir haben Geschichte geschrieben.“
Mittelblockerin Aida Mehić hob den Plan und die Zielstrebigkeit hervor: „Ich denke, wir haben im Großen und Ganzen alles umgesetzt, wie wir uns das vorgenommen haben. Die beiden 3:0-Siege waren Pflicht, und gegen Griechenland wussten wir, wer der Favorit ist – aber es war immer das Ziel, auch gegen diesen Gegner etwas mitzunehmen. So ein Event ist der Traum jeder Profisportlerin.“
Für Außenangreiferin Kora Schaberl ist der Erfolg das Ergebnis jahrelanger Arbeit: „Diese Qualifikation ist so viel mehr als nur das Resultat von vier Spielen, sondern vielmehr die Früchte harter, jahrelanger Arbeit von Spielerinnen, Trainerteam und Verband. Nun können wir sagen, dass wir uns erstmals in der Geschichte für eine EM qualifizieren konnten. Das sagen zu können, ist eine Ehre.“
Mittelblockerin Nina Nesimović zeigte sich noch immer überwältigt: „Ein unglaubliches Gefühl, dass wir das Ticket für die EM gelöst haben. Nachdem die Schweiz den zweiten Satz gewonnen hatte, haben alle schon in die Gruppe geschrieben. Diesen Sommer werden wir wohl nie vergessen!“
Auch Zuspielerin Victoria Deisl war voller Emotionen: „Ich bin so stolz auf das ganze Team. Jede Einzelne hat so viel investiert und harte Arbeit reingesteckt. Nach so vielen Jahren haben wir es geschafft. Unglaublich, dass wir als erste Damen Österreich bei einer EM vertreten dürfen.“
CEV EuroVolley 2026 Women’s Qualifiers, Pool F
17.08.2024: Nordmazedonien vs. Österreich 0:3 (14:25, 17:25, 20:25)
25.08.2024: Österreich vs. Griechenland 0:3 (18:25, 20:25, 23:25)
06.08.2025, 19:00: Griechenland vs. Österreich 1:3 (19:25, 14:25, 25:18, 14:25)
09.08.2025, 17:35: Österreich vs. Nordmazedonien 3:0 (25:19,25:23,25:10)
Gruppensieger und fünf beste Gruppenzweite lösen EM-Ticket.
Damen-Nationalteam
Teamchef: Roland Schwab
Zuspiel
- Dana Schmit (Mondovì Volley)
- Victoria Deisl (VK Prostějov)
- Nicole Holzinger (ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt)
Mittelblock
- Nina Nesimović (Quimper Volley 29)
- Aida Mehić (VB NÖ Sokol/Post)
- Jana Gärtner (LINZ AG Steelvolleys)
- Dagmar Hensel (TSV Sparkasse Hartberg)
Annahme/Außen
- Kora Schaberl (Volley-Ball Club Chamalières)
- Marie Bruckner (UVC Holding Graz)
- Srna Vardjan (VB NÖ Sokol/Post)
Diagonal
- Anamarija Galić (Békéscsabai Röplabda SE)
- Carmen Raab (LINZ AG Steelvolleys)
- Julia Trunner (UVC Holding Graz)
- Diana Vavrek (TI-Axess-volley)
Libera
- Eva Stabentheiner (VB NÖ Sokol/Post)
- Lina Hinteregger (VB NÖ Sokol/Post)
Auf Abruf
- Daniela Katz (Zuspiel, VB NÖ Sokol/Post)
- Sarah Pap (Mittelblock, Savino Del Bene Volley C)
- Lana Husanović (Mittelblock, ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt)
- Mediha Selimovic (Außen, VT Roadrunners)
- Sara Jauk (Diagonal, TSV Sparkasse Hartberg)
- Anna Oberhauser (Libera, UVC Holding Graz)
- Isabella Frint (Libera, LINZ AG Steelvolleys)
- Marvi Pump (Libera, Erzbergmadln Trofaiach/Eisenerz)
ÖVV/Sportlive








































