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Autor: sl
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21. August 2026
Die EM-Fünften des win2day BVT Austria, Philipp Waller und Moritz Pristauz, haben beim Elite16-Turnier in Montreal die Gruppenphase überstanden. Auch Alexander Horst und Paul Pascariuc sind in Kanada auf Kurs.
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Foto: Carina Müller/ÖVV
Die ÖVV-Damen zeigten am Freitag in Brünn bei dem ersten EM-Auftritt einer heimischen Volleyball-Frauen-Auswahl seit 55 Jahren eine überaus couragierte Leistung gegen den dreifachen Europameister Serbien, mussten sich aber erwartungsgemäß mit 0:3 (17:25, 9:25, 21:25) geschlagen geben. Besonders im dritten Satz bewies Österreich Moral und hielt gegen den klar favorisierten Gegner lange dagegen. Nach 75 Minuten verwandelte Serbien den 2. Matchball. Am Samstag (19 Uhr, live in ORF Sport+) wartet bei der CEV Trendyol EuroVolley 2026 Gastgeber Tschechien mit rund 5000 Fans im Rücken.
Österreich begann mit Schmit, Schaberl, Korman-Mehic, Galic, Nesimovic, Hinteregger und Stabentheiner als Libero. Den ersten heimischen EM-Punkt bei den Damen seit 1971 erzielte Kora Schaberl, als sie auf 1:2 verkürzte. Danach zog der Weltmeister von 2022 allerdings auf 8:1 davon. Ein Block von Kapitänin Nina Nesimović gegen Serbiens Superstar Tijana Bošković zum 9:18 schien die ÖVV-Damen im ersten Durchgang zwischenzeitlich richtiggehend zu beflügeln. Österreich legte drei Punkte in Folge nach und verkürzte auf 12:18. Diese starke Phase mit insgesamt vier Punkten in Folge zeigte, dass Österreich auch gegen ein Topteam Akzente setzen kann.
Im zweiten Satz hatte Rotweißrot vor allem in der Annahme Probleme und agierte nicht mehr ganz so mutig wie im ersten Durchgang. Serbien nutzte das konsequent aus, zog rasch auf 5:0 und 15:3 davon und holte sich den Satz klar mit 25:9.
Im dritten Satz fand Österreich wieder besser ins Spiel. Die ÖVV-Damen hielten gegen den haushohen Favoriten, der nun rotierte, lange mit und hatten bei 12:13 und 16:17 sogar die Chance auf den Ausgleich. Serbien bewahrte jedoch die Ruhe und setzte sich schließlich mit 25:21 durch. Den zweiten Matchball verwandelte der Favorit zum 3:0-Sieg. Dennoch: Mehr als 20 Punkte gegen Serbien in einem Satz – für Österreichs Frauen-Nationalteam ist das bei der historischen EM-Rückkehr nach 55 Jahren bemerkenswert - wie auch die Block-Bilanz. Hier war man mit 6:6 absolut ebenbürtig.
Dem zweiten Spiel am Samstag gegen Gastgeber Tschechien blickt ÖVV-Teamchef Roland Schwab folgendermaßen entgegen: „Uns erwartet sicher ein Hexenkessel. Schon heute gegen Serbien um 14 Uhr war der Besuch toll, und auch viele Österreicher waren hier. Am Samstag um 19 Uhr wird die Halle bummvoll sein. Spielerisch erwarte ich mit Tschechien, Nummer elf im CEV-Ranking, eine sehr gute Mannschaft. Sie haben gegen Serbien getestet, nach zwei Sätzen stand es 1:1. Im ersten Satz hatten sie ähnliche Probleme wie wir heute im zweiten – auch Tschechien kann also in Schwierigkeiten kommen.
Bei den Außenangreiferinnen haben sie mit Kapitänin Michaela Mlejnková und Helena Grozer viel Erfahrung. Dazu kommt mit Monika Brancuska eine sehr gute junge Diagonalangreiferin, die bei Champions-League-Sieger VakifBank Istanbul (mit 7 Trophäen quasi das Real Madrid des Damen-Volleyballs, Anm.) gemeinsam mit Serbiens Superstar Tijana Bošković spielt.
Wir müssen am Samstag noch besser aufs Parkett bringen, was wir heute in unseren guten Phasen gezeigt haben. Und die Chancen, die uns der Gegner gibt, müssen wir konsequenter nützen. Heute haben wir im ersten Satz zwei, drei Möglichkeiten liegen gelassen – dann geht der Satz nicht zu 17 aus, sondern vielleicht zu 19. Wenn wir gegen Tschechien näher dran sind, können genau diese zwei, drei Punkte den Unterschied machen, ob der Satz an Tschechien oder an uns geht.“
Österreichs Scorerinnen gegen Serbien waren: GALIĆ Anamarija 11, SCHABERL Kora 8, HINTEREGGER Lina 5, NESIMOVIC Nina 4, KORMAN-MEHIĆ Aida 4, DEISL Victoria 1, RAAB Carmen 1. Topscorerin bei Serbien: BOŠKOVIĆ Tijana 11
Statistik:
Österreich - Serbien: Aces 2:5, Serve Errors 10:8, Blocks 6:6, Winner Attacks 26:44
Stimmen (ORF1) nach dem Spiel:
Kora Schaberl: „Es ist ein Wahnsinn, gegen so einen Gegner und in so einer tollen Halle zu spielen. Den ersten Satz haben wir gut gespielt, im zweiten hatten wir einen Durchhänger, aber der dritte war wieder richtig gut. Ich bin zufrieden, obwohl natürlich immer Luft nach oben ist. Es war auch Nervosität dabei. Ich kann noch gar nicht realisieren, dass ich gegen Tijana Bošković spielen durfte und sie sogar blockiert habe. Wir haben einen guten Block und einen guten Angriff gespielt.“
Anamarija Galić: „Es war ein Wahnsinn, erstmals gegen so eine gute Nation zu spielen. Man hat gesehen, dass wir am Anfang noch etwas zurückhaltend waren. Im Verlauf des Spiels sind wir dann lockerer geworden. Trotz des 0:3 können wir zufrieden sein, wir schauen vor allem auf unsere eigene Leistung. Unsere Positivität und Energie waren gut, wir haben einfach immer weitergespielt. Im dritten Satz war es natürlich gut für uns, dass die Topstars dann auch draußen waren. Aber auch diese Spielerinnen sind stark.“
ÖVV-Teamchef Roland Schwab: „Wir haben zwei Sätze gut gespielt und unsere Leistung gebracht, mit guten Blocks und guten Angriffen. Der zweite Satz kann gegen so eine Weltklasse-Truppe passieren. Im dritten Satz haben sie dann rausrotiert, und das haben wir gut angenommen. Das war heute absolut in Ordnung. Der dritte Satz war lässig – immerhin gegen die Nummer eins Europas. Das müssen wir für Samstag gegen Tschechien mitnehmen und uns anschauen, was wir heute gut gemacht haben."
Kapitänin Nina Nesimović: „Es ist unglaublich, dass wir im dritten Satz über 20 Punkte gekommen sind. Da war es uns dann doch möglich, Block-Defense zu spielen. Ich glaube, da geht in den anderen Spielen noch mehr. Einen Block gegen Superstar Bošković zu machen, ist ein Lebenstraum – sie zu blockieren, fühlt sich einfach toll an. Im dritten Satz waren wir hautnah dran, und das zeigt, dass wir Potenzial haben. Im zweiten Satz haben wir beim Service und in der Block-Defense geschwächelt, da waren wir nicht mehr so mutig wie am Anfang. Wir haben heute gesehen, dass wir gegen so ein Team auf über 20 Punkte kommen können.“
Die Live-Übertragungen in ORF 1, ORF SPORT + und ORF ON:
ÖVV-Teamchef Roland Schwab hat folgende Spielerinnen für die CEV EuroVolley 2026 nominiert:
Zuspiel:
Dana Schmit
Victoria Deisl
Annahme/Außen:
Kora Schaberl
Marie Bruckner
Carmen Raab
Lina Hinteregger
Julia Trunner
Mitte:
Nina Nesimović
Aida Korman-Mehić
Jana Gärtner
Dagmar Hensel
Diagonal:
Anamarija Galić
Diana Vavrek
Libera:
Eva Stabentheiner
CEV Trendyol EuroVolley 2026 - Women
ÖVV-Spieltermine & Tickets, Brünn:(AUT-Sektor = Sektor A)
22.08.2026 – 19:00 – Österreich vs. Tschechien – Tickets
24.08.2026 – 16:00 – Ukraine vs. Österreich – Tickets
25.08.2026 – 16:00 – Griechenland vs. Österreich – Tickets
26.08.2026 – 16:00 – Österreich vs. Bulgarien – Tickets
21. August 2026
Die Beachvolleyball-Tradition im vielleicht schönsten Strandbad des Landes lebt weiter: Am 22. und 23. August geht das BADEN OPEN presented by Sparkasse Baden mit zahlreichen Titelträger:innen der win2day Beach Volleyball Tour PRO in Szene.
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