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Autor: SL
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Foto: Carina Müller/ÖVV
Nach der historischen ersten Europameisterschaftsteilnahme des österreichischen Frauen-Nationalteams nach 55 Jahren zieht ÖVV-Kapitänin Nina Nesimović ein positives Fazit.
„Am liebsten würde ich jetzt die Teamkolleginnen und den Staff anrufen und sagen: Fahren wir zurück, wir sind noch nicht fertig“, erklärte Nesimović. Die Erinnerungen an die Tage in Brünn seien noch frisch, die Begeisterung über das Erlebte groß.
„Summa summarum kann ich nur sagen, dass ich sehr stolz bin. Wir waren nicht nur dabei, sondern haben gezeigt, dass wir gegen Nationen wie Griechenland und Bulgarien punkten können, wenn nicht sogar gewinnen. Das macht Bock auf mehr“, betonte die in Gmunden geborene und in Graz aufgewachsene Mittelblockerin der ÖVV-Auswahl.
Deshalb denke sie bereits an den kommenden Sommer und die nächste Qualifikation. „Jetzt möchte man halt immer dabei sein. Irgendwo ist das ein Neuanfang für uns“, so die 29-Jährige. Sie hoffe sehr, dass das Team in dieser Form zusammenbleibe. Nur dann könne man an den gezeigten Leistungen anknüpfen, die nächste Generation begleiten und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Österreich künftig öfter auf der EM-Bühne vertreten sei.
Für die Zukunft sieht Nesimović jedenfalls viel Potenzial. Wichtig sei dabei auch, dass junge Spielerinnen den Schritt ins Ausland schaffen und dort weitere wertvolle Erfahrungen sammeln können.
Natürlich seien alle Spielerinnen Sportlerinnen und wollten gewinnen, stellte Nesimović klar. Gerade das abschließende Spiel gegen Bulgarien habe aber auch gezeigt, dass dem österreichischen Team auf diesem Niveau noch Erfahrung fehle. „Noch wichtiger wäre es wahrscheinlich, einen Sieg gegen so eine Nation nächstes Jahr in der Qualifikation einzufahren, wobei man natürlich immer gewinnen will. Gelingt so ein Sieg, sind wir wohl wieder bei der EM dabei.“
Nun gelte es zunächst, die Erinnerungen an die Europameisterschaft zu genießen. „Es war unglaublich“, schwärmte die Kapitänin und bedankte sich ausdrücklich bei den österreichischen Fans, die das Team in Brünn unterstützt hatten. „Dort die österreichischen Fahnen im Publikum zu sehen, war besonders.“
Die EM-Teilnahme gebe Hoffnung für die Zukunft. Sie hoffe, dass sich alle Spielerinnen in ihren Klubs weiterentwickeln, Gas geben und konsequent weiterarbeiten. Dann könne Österreich bereits im kommenden Sommer überraschen. „Darauf freue ich mich.“
Besonders positiv hob Nesimović den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft hervor. Jede Spielerin, die während der Europameisterschaft zum Einsatz gekommen sei, habe gebrannt, mehr als 100 Prozent gegeben und genau gewusst, welche Aufgabe sie zu erfüllen habe. Genau das mache den Teamsport aus.
„Deshalb hoffe ich stark, dass wir so zusammenbleiben. Das Nationalteam ist wie eine zweite Familie. Man möchte sich halt jeden Sommer wiedersehen und den Volleyball in Österreich voranbringen“, erklärte Nesimović.
Mit dem Auftritt in Brünn habe die Mannschaft auch international ein Zeichen gesetzt. „Jetzt waren wir auf der großen EM-Bühne, jetzt weiß man auch dort, was das österreichische Nationalteam ist.“ Sie habe nach dem Turnier sehr viele Nachrichten erhalten, auch von anderen Trainerinnen und Trainern sowie Spielerinnen. „Viele haben gesagt: Ja, da ist wirklich etwas weitergegangen. Und das freut mich besonders.“
Der Blick der ÖVV-Kapitänin richtet sich deshalb bereits nach vorne. „Ich hoffe, dass wir die Quali für 2028 wieder schaffen, weil wir jetzt wissen, wie es dort ist. Und da will man nun möglichst oft dabei sein.“
Ergebnisse und Live-Übertragungen des ORF:

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