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Autor: SL
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Foto: Carina Müller/ÖVV
Österreichs Frauen-Volleyball-Nationalteam hat bei der CEV Trendyol EuroVolley 2026 in Brünn den ersten Satzgewinn verbuchen können. Im vierten Spiel der EM-Endrunde gewann das ÖVV-Team gegen Griechenland Satz Nummer eins, musste sich dann aber doch 1:3 (25:20, 18:25, 12:25, 14:25) geschlagen geben. Kora Schaberl war erneut beste ÖVV-Scorerin, kam auf 14 Punkte. Am Mittwoch (live in ORF Sport+ ab 15:50 Uhr) wartet mit Bulgarien der letzten Gruppengegner auf Nesimovic und Co.
ÖVV-Teamchef Roland Schwab begann mit Schmit, Schaberl, Nesimovic, Korman-Mehić und – wie bereits im dritten Satz gegen die Ukraine – Galić und Raab, Libera Stabentheiner.
Österreich erwischte einen famosen Start, ging mit 11:5 in Führung und überzeugte im ersten Durchgang mit einer starken Serviceleistung (4 Asse) und stabiler Annahme. Schon in den Spielen zuvor war das ÖVV-Team häufig gut gestartet, hatte den Faden dann aber verloren. Zumindest in diesem Satz war das anders. Erst bei 20:13 kamen die Griechinnen noch einmal heran, Österreich ließ sich den Satzgewinn aber nicht mehr nehmen. Raab verwertete den ersten Satzball zum 25:20. Damit war ein wichtiges EM-Ziel des ÖVV-Damenteams erreicht: der erste Satzgewinn bei der Europameisterschaft.
Auch im zweiten Satz hielt Österreich zunächst gut dagegen. Nach anfänglichem Rückstand stand es 10:10, danach riss allerdings der Faden. Griechenland setzte sich auf 18:14 ab, Österreich konnte die Lücke nicht mehr schließen und musste den Satz mit 18:25 abgeben.
Im dritten Durchgang geriet Österreich dann vollends aus dem Rhythmus. Zwischenstände von 7:17 und 10:22 verdeutlichten die nun klare Überlegenheit der Griechinnen. Mit 12:25 ging auch dieser Satz an Griechenland.
Im vierten Satz zeigte sich zunächst ein anderes Bild. Rotweißrot schien sein Tief abgeschüttelt zu haben und blieb dran: 5:5, 8:8, 10:9. Ab dem 11:11 gelang Österreich allerdings kaum noch etwas. Vor allem die Annahme wackelte, dazu kamen zu viele Eigenfehler. Griechenland nutzte die Phase konsequent und zog mit einem 9:0-Lauf auf 20:11 davon. Die Vorentscheidung war gefallen. Die Griechinnen verwandelten schließlich den ersten Matchball zum 3:1 und feierten damit ihren dritten Sieg bei dieser EM.
ÖVV-Teamchef Roland Schwab war mit der Leistung seiner Auswahl zufrieden, freute sich vor allem über den Satzgewinn: „Das war nach dem Ukraine-Spiel eine tolle Reaktion des Teams. Wir sind wieder super gestartet, haben es geschafft, den ersten Satz konstant durchzuziehen und mit 1:0 in Führung zu gehen. Das war richtig stark. Auch den zweiten Satz konnten wir lange offen gestalten. Schade, dass wir unsere Chancen nicht nutzen konnten. In der Nähe der Crunch Time sind wir dann nicht ganz reingekommen. Sonst hätten wir vielleicht sogar vom 2:0 träumen können. So waren es von uns zwei gute Sätze – und es stand 1:1. Im dritten konnten wir das Niveau dann nicht mehr halten. Im vierten sind wir bei 11:11 noch einmal zurückgekommen, waren dann aber nicht in der Lage, das Niveau bis zum Ende zu spielen. Da geht es wieder ums Side-out, darum, unsere Angriffe konsequent durchzubringen. Dementsprechend war es am Schluss leider klar. Dennoch bleibt der erste Satzgewinn seit 55 Jahren bei einer EM – oder andersherum: der erste Satzgewinn eines österreichischen Damen-Nationalteams bei einer EM in der Neuzeit des Volleyballs.“
Zuspielerin Dana Schmit: „Ich freue mich riesig über diesen Satzgewinn. Er bedeutet Geschichte. Die letzten Spiele waren richtige Kämpfe, in denen wir uns teilweise gut präsentiert haben. Wir können heute stolz auf uns sein. Im ersten Satz haben wir richtig gutes Volleyball gezeigt, auch im zweiten und im vierten bis zum 11:11 hatten wir gute Phasen. Am Ende war Griechenland für uns aber einfach zu konstant. Wir können heute dennoch erhobenen Hauptes aus der Halle gehen. Morgen werden wir noch einmal alle Energie zusammenkratzen und gegen Bulgarien bis zum Umfallen kämpfen.“ Bulgarien hat bei der laufenden EuroVolley in drei Spielen bislang einen Sieg erreicht: 3:0 gegen die Ukraine.
ÖVV-Scorerinnen: SCHABERL Kora 14, RAAB Carmen 11, GALIĆ Anamarija 11, KORMAN-MEHIĆ Aida 3, NESIMOVIC Nina 3, TRUNNER Julia 1, SCHMIT Dana 1, HENSEL Dagmar 1. Topscorerin Griechenland: ANTHOULI Martha Evdokia 20.
Stats aus Sicht Österreich: Asse 7:11, Angriffspunkte 31:48, Block 7:7, Fehler des Gegners 24:29
Zuspiel:
Dana Schmit
Victoria Deisl
Annahme/Außen:
Kora Schaberl
Marie Bruckner
Carmen Raab
Lina Hinteregger
Julia Trunner
Mitte:
Nina Nesimović
Aida Korman-Mehić
Jana Gärtner
Dagmar Hensel
Diagonal:
Anamarija Galić
Diana Vavrek
Libera:
Eva Stabentheiner
CEV Trendyol EuroVolley 2026 - Women
ÖVV-Spieltermine & Tickets, Brünn:(AUT-Sektor = Sektor A)
26.08.2026 – 16:00 – Österreich vs. Bulgarien – Tickets
23. August 2026
Nach den beiden Spielen gegen den amtierenden Vize-Europameister Serbien und Gastgeber Tschechien, das in seiner Geschichte dreimal EM-Gold geholt hat, trifft Österreichs Frauen-Nationalteam am Montag bei der CEV Trendyol EuroVolley 2026 in Brünn auf die Ukraine. Live zu sehen ab 15:50 Uhr in ORF Sp...
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