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Autor: Sportlive
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Im finalen Härtetest des österreichischen Frauen-Nationalteams vor der am Freitag beginnenden EuroVolley setzte es in der Sport Arena Wien eine 1:3-Niederlage gegen Deutschland. Die Spielerinnen von ÖVV-Cheftrainer Roland Schwab mussten sich der Nummer 12 der FIVB-Weltrangliste mit 16:25, 13:25, 25:19, 22:25 beugen.
Deutschland trat am Marienfeiertag mit einem Perspektivkader an, da man sich bereits in Vorbereitung auf die EM in Istanbul befindet. Doch auch diese hochveranlagte Auswahl, die unter der Woche mit den Österreicherinnen in Steinbrunn trainiert hatte, übernahm in den ersten zwei Sätzen schnell das Kommando und konnte ihren Vorsprung jeweils sukzessive ausbauen.
Im dritten Durchgang wandelte sich das Bild. Mit zunächst vier, dann sieben Punkten in Folge zog Rotweißrot auf 14:6 davon. Deutschlands Betreuer Konstantin Bitter sah sich zwischendurch zu einem Time-out gezwungen, ohne nachhaltige Wirkung: Die Österreicherinnen blieben stabil und brachten den Polster sicher über die Ziellinie.
Während der Satzverlust die deutschen Frauen aufrüttelte, ging der Spielfluss im österreichischen Team zunächst verloren. ÖVV-Bomberin Kora Schaberl und Co. bewiesen nach der Schwächephase aber Moral, kamen mit einem imposanten Acht-Punkte-Lauf wieder auf drei Zähler heran, zu mehr reichte es allerdings nicht.
Topscorerinnen: Schaberl (9), Galić, Vavrek (je 8) bzw. Heil (17), Pfeffer (16)
ÖVV-Kapitänin Nina Nesimović: „Ich bin stolz auf uns. Gestern haben wir gezeigt, dass wir gegen so ein Team auch 3:0 gewinnen können. Wir hätten im Service mehr Druck machen können, haben uns aber gut zurückgekämpft. Das zeigt Charakter. Wir können in jeder Formation spielen, der Trainer kann auf jede Spielerin zählen. Wir kämpfen alle und lernen aus Niederlagen.“
„Jetzt erwartet uns ein Gegner der ganz oben mitspielt. Aber ich bin zuversichtlich. Wir wollen es genießen und zeigen, was Österreich drauf hat. Wir haben so viel Potenzial. Wenn sich ein Satz- oder Spielgewinn ausgeht, ist es mehr als erwünscht.“
ÖVV-Zuspielerin Victoria Deisl: „Wir haben uns zum Schluss gut zurückgekämpft, müssen aber noch an unseren Schwächen arbeiten. Es war dennoch ein super Vorbereitungsspiel. Wir nehmen viel daraus mit. Wir sind mehr in unser Flow reingekommen, unser Spiel gespielt und dann geht’s leichter.“
„Die Vorfreude auf die EM ist riesig. Wir sind der komplette Underdog. Das ist immer lustig, weil man nichts zu verlieren hat und kann gegen solche Giganten immer nur überraschen.“
ÖVV-Headcoach Roland Schwab: „Die ersten zwei Sätze sind schwer anzunehmen, weil wir die letzten zwei Tage viel stabiler waren. Da hat die Grundsechs von Anfang an gutes Volleyball gezeigt. Heute gar nicht. Das müssen wir ansprechen. Es kann nicht alles an Kora Schaberl hängen. Nach einer Umstellung im dritten Satz haben Spielerinnen von der Bank frische Energie gebracht. Dann ist die Qualität nach oben gegangen und plötzlich waren wir im Rennen. Auch im vierten waren wir knapp dran.
„Deutschland hat uns gezeigt, wo der internationale Volleyball steht. Aber die Spielerinnen müssen eine Würde haben, der Anspruch muss höher sein, als sich zwei Sätze so von einem Gegner vorführen zu lassen, den wir in den letzten Tagen kontrolliert haben. Andererseits haben ich eine Riesenfreude mit den jungen Spielerinnen, die reingehen und mutig sind.“
„Die Zielsetzung für die EM ist in jedem Spiel gleich. Wir müssen fighten, kratzen, beißen, um Sätze in unsere Richtung zu holen. Das wünschen wir uns im ersten Satz. Wenn es im ersten nicht geht, müssen wir es im zweiten probieren. Und wenn es im zweiten nicht geht, im dritten – wie heute. Dann geht’s vielleicht im vierten auch. Die Herausforderung ist dranbleiben. Im Ranking sind alle vor uns, aber auch diese Teams kochen nur mit Wasser. Es liegt an uns, ihnen Druck zu geben.“
Für Österreich startet die EuroVolley am Freitag in Brünn gegen Serbien, Silbermedallieur bei der vergangenen EM 2023 und aktuelle Nummer eins im CEV-Ranking. Das Spiel ist ab 13:45 Uhr live auf ORF1 zu sehen.
ÖVV-Teamchef Roland Schwab hat folgende Spielerinnen für die CEV EuroVolley 2026 nominiert:
Zuspiel:
Dana Schmit
Victoria Deisl
Annahme/Aussen:
Kora Schaberl
Marie Bruckner
Carmen Raab
Lina Hinteregger
Julia Trunner
Mitte:
Nina Nesimovic
Aida Korman-Mehic
Jana Gärtner
Dagmar Hensel
Diagonal:
Anamarija Galic
Diana Vavrek
Libera
Eva Stabentheiner
CEV EuroVolley 2026 – Women
Spieltermine Österreich, Brünn:
21.08.2026 – 14:00 – Österreich vs. Serbien
22.08.2026 – 19:00 – Österreich vs. Tschechien
24.08.2026 – 16:00 – Ukraine vs. Österreich
25.08.2026 – 16:00 – Griechenland vs. Österreich
26.08.2026 – 16:00 – Österreich vs. Bulgarien

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